Lebenshilfe zum EU-Jahr 2010
Besonders Menschen mit Beeinträchtigungen und Menschen in Armut brauchen Unterstützung
Andreas Zehetner und Heide Tomacek sind Mitglieder des Selbstvertretungs-Beirates der Lebenshilfe Österreich. Sie waren am 8. November bei der Abschlussveranstaltung zum Europäischen Jahr 2010 zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung. Dort haben sie ihre Forderungen zum Pflegegeld und zur Inklusion vorgestellt. Die Veranstaltung wurde von Peter Resetarits moderiert.
Andreas Zehetner: „Menschen, die sozial schwach versichert sind oder zu wenig verdienen, werden in die Armut gedrängt. Und das soll nicht sein!
Von Armut betroffene Gruppen sollen vom Land oder vom Staat unterstützt werden. Bei von Armut betroffenen Menschen soll man die Finanzen anheben und nicht kürzen oder gar streichen. Denn das führt die Menschen in den Ruin und bringt sie um die Existenz.
Alle Menschen brauchen Unterstützung! Besonders Menschen mit Beeinträchtigungen und Menschen in Armut! Deshalb soll auch das Pflegegeld nicht gekürzt werden und die 1. sowie die 2. Pflegestufe erhalten werden. Damit sich die Leute eine gute Unterstützung auch leisten können. Gut ist, dass sich Menschen die Leistungen selber aussuchen können. Wahlfreiheit ist ein Recht!
Wenn Menschen mit Beeinträchtigungen arbeiten, dann sollen sie auch etwas verdienen. Sie brauchen ein Einkommen und kein Taschengeld.“
Heide Tomacek: „Egal, ob gesund oder krank, mit Beeinträchtigung oder ohne, jeder hat ein Recht auf Teilhabe. Das ist Inklusion.
Teilhabe ist eine Aufgabe für alle. Für die Werkstätten. Für die Gemeinden. Für die Vereine. Für die Politiker. Und für uns alle.
Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung müssen Chancen wie alle anderen Menschen haben. Bei der Arbeit, in der Freizeit und im Leben insgesamt. So wie es in der Konvention über die Rechte von Menschen mit Beeinträchtigungen steht.“
Mehr über die Kritik der Lebenshilfe Österreich zum Sparbudget lesen Sie hier
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