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Aktionen der Lebenshilfe-SelbstvertreterInnen zum 3. Dezember – Lebkuchen & Forderungen an PolitikerInnen

03.12.2015, Am UN-Gedenktag, dem Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung am 3. Dezember, forderten die SelbstvertreterInnen der Lebenshilfe ihr Recht auf Gleichstellung ein.

Mit dem „Ja zur Inklusion“-Lebkuchen überreichten heute SelbstvertreterInnen der Lebenshilfe ihre Forderungen für mehr Teilhabe und Selbstbestimmung von Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung an politische Entscheidungsträger in ganz Österreich, - auf Bundesebene beispielsweise an Volksanwalt Günther Kräuter oder in Salzburg an Soziallandesrat Schellhorn. Weitere Termine bei Sozialminister Rudolf Hundstorfer sowie VertreterInnen von Gesundheits- und Justizministerium sind noch in den nächsten Tagen geplant. Ziel ist die Einbindung von Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung (auch Schutzsuchende/ Menschen mit Migrationshintergrund) bei allen wichtigen, die eigene Lebensweise betreffenden Entscheidungen. Denn bei den diesjährigen „Ja zur Inklusion“-Aktionen stehen auch Schutzsuchende bzw. Menschen mit Migrationshintergrund im Vordergrund.

Ja zur Inklusion 3 Dez 2015

„Beeinträchtigung und Migration“, SelbstvertreterInnen unterstützen ÖAR-Aktion

Auch die Aktion des Forums Selbstvertretung der ÖAR wurde von den Lebenshilfe-SelbstvertreterInnen unterstützt. Unter dem Titel „Menschenrechte sind für alle da“ beteiligten sie sich an der Theater-Performance, die auf die Situation von Menschen mit Beeinträchtigungen und Migrationshintergrund aufmerksam machte. Oft von Mehrfachdiskriminierung betroffen, fehlt diesen Menschen aufgrund vielfältiger Barrieren der Zugang zu existierenden Unterstützungsangeboten, was die Teilhabe weiter einschränkt.

SelbstvertreterInnenInnen fordern „Leichte Sprache“ - auch für Asylwerber einsetzbar

Für Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung ist es wichtig, Zugang zu Informationen in leicht verständlicher Sprache zu haben. „Texte in leicht verständlicher Sprache gibt es noch immer viel zu wenige, nicht einmal das Regierungsprogramm. Wie sollen wir uns denn informieren? Ob beim Arzt, wenn ich wählen gehe, oder etwas im Internet suche, ich bin auf Texte in Leichter Sprache angewiesen“, so Andreas Zehetner, Selbstvertreter der Lebenshilfe Niederösterreich. Piktogramme und einfache Sätze sind auch für Menschen mit wenigen Deutschkenntnissen leicht verständlich und könnten bei der Integration von Flüchtlingen helfen.

Weitere Forderungen betreffen bundeseinheitliche Mindeststandards, Informationen in Leichter Sprache, den personenzentrierten Ausbau von Unterstützungsangeboten sowie Rechtsanspruch auf persönliche Assistenz und Lohn statt Taschengeld für die Beschäftigung in Werkstätten.

Forderungen der SelbstvertreterInnen:

Bundeseinheitliche Mindesstandards

Wir fordern ein bundesweites Regelwerk, das Minimalstandards festlegt! Rechtliche Unterschiede in den einzelnen Bundesländern führen zu unterschiedlicher Lebensqualität, daher braucht es Standards für Inklusive Bildung, Persönliche Assistenz u. Unterstützte Entscheidungsfindung, Existenzsicherung und Inklusive Arbeitswelt, Alter u. Pflege.

Informationen in Leichter Sprache

Wir fordern barrierefreie Informationen und Beratungsstellen in allen Lebensbereichen sowie die Übersetzung von Regierungsprogrammen und Behördeninformationen auf Bundes- und Landesebene.

Ausbau von Unterstützungsangeboten

Wir fordern die Erarbeitung eines nationalen Rechtsanspruchs auf Persönliche Assistenz unabhängig vom Ausmaß und Art der Beeinträchtigung sowie die Schaffung von Wahlmöglichkeiten zwischen verschiedenen Wohnangeboten und maßgeschneiderte Dienstleistungen für NutzerInnen. In Hinblick auf die Novelle des Sachwalterrechts im nächsten Jahr soll der Ausbau von Unterstützungskreisen erfolgen, die Menschen mit Beeinträchtigungen bei wichtigen Entscheidungen beratend zur Seite stehen.

Lohn statt Taschengeld!

Wir fordern ein Ende des Taschengeldes für die über 20.000 Menschen mit Beeinträchtigungen, die in Werkstätten arbeiten: Sie sollen eine richtige Entlohnung und damit eigenständige Sozialversicherung und Pensionsansprüche erhalten. Dafür braucht es eine rasche Änderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen auf Bundes- und Landesebene.

Beeinträchtigung und Migration

Im Bereich Bildung und Arbeit sind Menschen mit Beeinträchtigungen und Migrationshintergrund nach wie vor überproportional stärker benachteiligt als Menschen ohne Migrationshintergrund. Die ÖAR ist derzeit mit dem BMASK über die Koordination für Schutz suchende Menschen mit Beeinträchtigungen im Gespräch.

Weiter Infos und Forderungen zum Download hier unter: Presse


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