Startseite
Wörterbuch Zum Inhalt Sitemap
Suche
Hauptnavigation
Kontakt Zur Subnavigation

Persönliche Assistenz: Stakeholdergespräch

Die Lebenshilfe stellt am 3. Mai 2017 erstmals ein Dialogpapier zur Persönlichen Assistenz vor und lädt alle interessierten Gruppen, Verantwortliche aus Politik, Verwaltung und PartnerInnen-Organisationen zu einem Vernetzungstreffen zur Verbesserung der Rechtslage Gespräch ein:

Eine zentrale Forderung von Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung ist die Einführung eines bundesweiten Rechtsanspruches auf Persönliche Assistenz, die die bisherigen Dienstleistungen ergänzen soll.

Das neue Dialogpapier der Lebenshilfe „Selbstbestimmt Leben mit Persönlicher Assistenz“ unterstützt die Forderungen der SelbstvertreterInnen und formuliert gangbare Wege und Modelle zur bundesweiten Einführung der Persönlichen Assistenz für Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung.

Dies bedeutet einen grundlegenden Wechsel in Einstellungen, Verfahren, Grundlagen der Begleitung, Haltungen und Organisationsformen im öffentlichen wie im privaten und zivilgesellschaftlichen Bereich, aber auch bei den Dienstleistungsorganisationen selbst.

Die Lebenshilfe stellt erstmals ein Dialogpapier zur Persönlichen Assistenz vor und lädt alle interessierten Gruppen, Verantwortliche aus Politik, Verwaltung und PartnerInnen-Organisationen zu einem Vernetzungstreffen zur Verbesserung der Rechtslage Gespräch ein:

Albert Schweitzer-Haus, Halle, 1090 Wien, Schwarzspanierstraße 13

09.30 h: Einlass und Vernetzungsgespräche

10.00 h: Vorstellung und Begrüßung: Hanna Kamrat (Selbstvertreterin)

Selbstbestimmt Leben mit Persönlicher Assistenz. Forderungen und Empfehlungen der Lebenshilfe

Im Gespräch mit: Hanna Kamrat (Selbstvertreterin, künftige Vizepräsidentin der Lebenshilfe Österreich, lebt mit persönlicher Assistenz in Oberösterreich und arbeitet in der Steiermark), Sektionschef Manfred Pallinger (Sozialministerium), N. N. (Abteilung Soziales, Oberösterreichische Landesregierung, angefragt), Elke Hafner (Lebenshilfe Salzburg), Andrea Putz (Persönliche Assistentin), Martin Ladstätter (BIZEPS)

Vernetzungsgespräche an den Tischen

12.00 h: Abschluss

Moderation: Martin Habacher

Eintritt frei, Anmeldung erbeten: muellner@lebenshilfe.at

Fotos vom Stakeholdergespräch "Persönliche Assistenz":

Stakeholdergespräch Persönliche Assistenz - Podium
Stakeholdergespräch Persönliche Assistenz - bizeps interviewt Hanna Kamrat
Stakeholdergespräch Persönliche Assistenz
Stakeholdergespräch Persönliche Assistenz
Stakeholdergespräch Persönliche Assistenz
Stakeholdergespräch Persönliche Assistenz
Stakeholdergespräch Persönliche Assistenz
Stakeholdergespräch Persönliche Assistenz

Ergebnisse der Tischrunden – Ideen, Feedback, Fragen

Wo liegt die Verantwortung für die Assistenz im Dienstgeber-Modell bei einem Ernstfall?

Neue Personen mit Behinderungen, die durch Persönliche Assistenz unterstützt werden wollen, brauchen evtl. Unterstützung bei der Anleitung der Persönlichen Assistenz. Die Persönliche Assistenz selbst soll nicht bei der Anleitung unterstützen dürfen. Dies soll ein Unterstützerkreis oder eine Vertrauensperson übernehmen.

Personen, die als Persönliche AssistentInnen arbeiten, brauchen vorab keine bestimmten Qualifikationen mit sich bringen. Für den individuellen Bedarf der zu Unterstützenden kann jedoch sehr wohl eine bestimmte Qualifikation notwendig sein.

Kommunizieren will gelernt sein: nicht nur Unterstützer, alle Menschen, sollten über den Umgang mit Menschen mit intellektuellen Behinderungen Bescheid wissen. Wer hier qualifiziert ist, kann gute Unterstützung bieten. Gute Unterstützung bedeutet auch, personenzentriert zu agieren, dort, wo Unterstützung gewollt wird.
Ziel muss sein: Raum für Selbstbestimmung, egal wie hoch der Unterstützungsbedarf einer Person ist. Es braucht die Wahlmöglichkeiten. Dazu muss ich die Unterschiede kennen: wie unterscheidet sich Persönliche Assistenz von 24h-Pflege und Teil- bzw. Ganztags-Betreuung. Das Ausprobieren ist wichtig! Menschen mit Behinderungen sollen die Möglichkeit haben, verschiedene Arten der Unterstützung auszuprobieren um die für jeden individuell richtige Form zu finden.

Zur politischen Dimension: Interessengruppen sollen stärker politisch eingebunden werden: mehr Vernetzung, mehr Sichtbarkeit des Themas ist wichtig, damit dass Bewusstsein geschärft und die Dringlichkeit eines rechtlichen Anspruchs auf Persönliche Assistenz erkannt wird.

Zur Bundesuneinheitlichkeit: Für Trägerorganisationen ist die Finanzierung schwierig, denn von Bundesland zu Bundesland variieren die Förderungen immens. Darüber hinaus stellt sich die Frage: Wie können Träger-Organisationen das DienstnehmerInnen-Modell umsetzen? Wieviele Ressourcen werden beansprucht, um Beratung, etc. gewährleisten zu können?

Der politische Wille fehlt! Dies macht sich am Scheitern der Umsetzung eines Inklusionsfonds bemerkbar. Und Österreich will ein Sozialstaat sein? Dann muss man für Sozialleistungen auch die Mittel bereitstellen. Persönliche Assistenz soll es für ALLE Menschen geben, die es benötigen und wünschen. Nicht nur NGOs sollen sich dafür einsetzen, es fehlt das gesellschaftliche Commitment und die politische Umsetzung.

Wertschätzung auf allen Seiten ist ein wichtiges Kriterium für alle Beteiligten.

Die rechtliche Durchsetzungsmöglichkeit der Ansprüche ist überaus wichtig! Ob es 9 unterschiedliche Regelungen (eine je Bundesland und Landesbehindertengesetz) braucht, bleibt dahingestellt. Über das Budget und die Finanzierung muss allerdings viel intensiver nachgedacht werden.


Schriftgröße: Sie sehen diese Seite in normaler Schriftgrösse.

Kontrast: Sie sehen diese Seite mit gewöhnlichem Kontrast. Hier wechseln Sie zur Version mit erhöhtem Kontrast.

Vorlesen: Hier können Sie sich den Inhalt dieser Seite vorlesen lassen.

Wörterbuch: Schwer verständliche Wörter und Abkürzungen finden Sie im Wörterbuch.

Linkes Untermenü